Ikebana Ausstellung März 2020

Einladung zur nächsten Ikebana Ausstellung

 

 

Die Termine: https://berlinikebana.wordpress.com/termine/

Hier zum Herunterladen:  Flyer Ausstellung02

Zusammengestellt:  Renate Murawski

Kunstvolles Reparieren von gerissenen Bambusgefäßen

„Kintsugi – was mache ich mit meinem gespaltenen Bambus“

Wenn Reparatur zur Kunst wird    –     Kintsugi ist die Verklebung von Keramik- und Porzellan Scherben mit Urushi  (ein Naturlack des Lackbaumes „Rhus vernicifera“)

Bambusrohre jeglicher Form und Größe benutzen Ikebana-Menschen sehr gerne als Gefäße für ihre Blumengestecke. Bambus als Naturmaterial reagiert stark auf äußere Einflüsse, ist von Luftfeuchtigkeit, bzw. Lufttrockenheit abhängig. D.h. in unserer meist trockenen Wohnungsluft reißt der Bambus recht schnell. Den trotzdem noch schönen und in der Regel teuren Bambus mag keiner gerne wegwerfen.

In unserem Workshop am 13.10.2018 lernten wir, mit besonderen Techniken das Bambus Gefäß zu reparieren und eine eigene, besondere Schönheit entstehen zu lassen.

Da wir nur einen halben Tag zur Verfügung hatten, entwickelten Beate Zieroth und Renate Murawski eine ganz einfache Methode für ein schnelles und überzeugendes Ergebnis, wir verwendeten Heißkleber. Es gibt Heißklebepatronen in verschiedenen Farben, der transparente Heißkleber ist mit diversen Goldfarben überstreichbar.

Bei größeren Rissen oder breiten Spalten können Bambusabschnitte oder dünne Bambuszweige mit dem Heißkleber eingeklebt werden.
Es entwickelten sich während des Kursus noch diverse andere Möglichkeiten, die Ideen und Kreativität der Teilnehmer sprudelten nur so.

Die folgenden Bilder zeigen einen Teil der Techniken:

Eine andere Technik ist mit Papiermaché, ein Beispiel, das von uns nicht angewendet wurde, weil es zu lange zum Trocknen benötigt.

 

Nach dem handwerklichen Teil des Workshops mussten die Gefäße natürlich für ihre eigentliche Bestimmung verwendet werden – ein Ikebana wurde nach allen Regeln der Kunst in das Bambusgefäß gesteckt. Hier die Bildergalerie:

Es war ein spannender und für uns auch innovativer Workshop, denn auf diese Weise wurde die alte, japanische Kunst mit moderner Technik und neuen Mitteln erweitert und trotzdem veredelt.

Fotos und Text: Renate Murawski

Ikebana Neujahrsworkshop mit Drahttechnik

Das Jahr 2019 begann unser IKEBANA INTERNATIONAL BERLIN e.V. am 20. Januar zusammen mit der Ikebana SOGETSU Branch Berlin mit einem gemeinsamen Workshop, wie nun schon seit mehreren Jahren üblich.

Wir hatten dieses Mal das Glück, eine Workshopleiterin zu haben, die sich sowohl in der Welt der Floristen auskennt, als auch die Kunst des Ikebana beherrscht.
So wurde uns eine, meiner Ansicht nach, recht moderne und zum Teil durchaus futuristisch anmutende Technik gezeigt, mit der Verarbeitung von Draht verschiedener Stärken sowohl Halterungen für Ikebana Material herzustellen, als auch Objekte zu kreieren, die Ikebana-Arrangements ergänzten oder mit diesen verbunden werden konnten, z.B. als „Füße“ oder Ständer oder auch als Gefäß    . 

Natürlich kamen bei einer Gruppe von „Ikebanisten“ wie immer die unterschiedlichsten und kreativsten Ideen zur Verwirklichung – schauen Sie sich die ganz verschiedenen Arrangements an und lassen sich beeindrucken und ja, vielleicht inspirieren?!

Es war – ich kann es mir nicht verkneifen – ein „drahtiger“ Anfang des neuen Jahres!

Mit allen guten Wünschen in „Freundschaft durch Blumen“

Beate Zieroth Geschäftsführende Präsidentin I.I. Berlin e.V.

 

Auf das erste Foto klicken, dann öffnet sich eine Bilder-Show:

Text:  Beate Zieroth,     Gestecke: die Teilnehmer,    Fotos: Renate Murawski,   Gestaltung: Renate Murawski

 

Ikebana International Berlin – Blog ist wieder online

Nach einer längeren Pause sind wir wieder im Netz, berichten über die Ikebana Community in Berlin und manchmal auch drumherum.

 ——-  wir haben den neuen Datenschutz eingearbeitet!

 

In den nächsten Tagen folgen Berichte über Ikebana Veranstaltungen der letzten Zeit.

 

„Es ist nicht Aufgabe der Kunst, die Natur zu kopieren, sondern sie auszudrücken.“

Honoré de Balzac

 

 

Text, Foto und Keramik: Renate Murawski

Ikebana Neujahrstreffen in Berlin

Am Samstag, den 6.1.2018 trafen sich viele Ikebana Interessierte zu einem Ikebana-Neujahrs-Workshop.

Dieses Neujahrstreffen findet jedes Jahr statt und wird von den zwei Berliner Ikebana Gruppen organisiert.  Das ist „Ikebana International Chapter 246 Berlin“ mit der Präsidentin Beate Zieroth und die „Sogetsu Branch Berlin“ mit der Direktorin Renate Murawski.

Wir wechseln uns jedes Jahr ab und in 2018 hat die Sogetsu Branch den Workshop ausgerichtet.
Uta S. hat sich als Origami Spezialistin für diesen Workshop zur Verfügung gestellt. Sie ist Ikebana Lehrerin der Sogetsu Schule und beschäftigt sich außerdem mit der Origami Technik.

Sie hat uns in die besondere  Faltung einer Schachtel eingeführt.

Schachtel einer Teilnehmerin

Für viele von uns war es eine starke Herausforderung an Konzentration, Geduld und Geschicklichkeit.
Auf jeden Fall war es mehr als „einfach mal `ne Schachtel falten“.  (Für Interessierte gibt es ein paar schöne Filme über Origami in Youtube.)
Aber nachdem wir das alle erfolgreich geschafft haben, gab es erst mal eine Bento Box zur Stärkung.

 

Natürlich ist kein Ikebana Treffen ohne Ikebana Gesteck- diesmal Ikebana in der Schachtel. Als Thema hat sich das japanische Neujahrsfest angeboten, zu dem ein besonderes Gesteck angefertigt wird. Wichtige Bestandteile sind Kiefer, Bambus, Reisstroh und goldene Elemente. Eigentlich auch Pflaumenblüten als Ausblick auf den Frühling. Da wir nur mit trockenem Material arbeiten konnten, standen uns einige Staticen Arten zur Verfügung.

 

„門松 – Kadomatsu

Kadomatsu nennt man ein festliches Gesteck aus Bambus und Kiefer- oder Pinienzweigen, manchmal auch mit Reisstroh-Seilen oder goldenem Paper verziert. Dieses Gesteck wird am Eingang eines Hauses aufgestellt, um dem Gott des neuen Jahres den Weg zu weisen und willkommen zu heißen. Man erhofft sich von dem

年神 – Toshigami, dem Jahresgott, Glück für’s neue Jahr.

Mitte Januar wird das Gesteck dann abgenommen und verbrannt. Auch das soll Glück bringen.“
https://nipponinsider.de/vorbereitungen-japanisches-neujahr/?cn-reloaded=1#deko

≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈

Mögen sich alle an den Arbeiten der Teilnehmer erfreuen und vielleicht Lust bekommen, Ikebana oder Origami auszuprobieren:

≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈

Gerade bei kleineren Ikebana Arrangements kann es sinnvoll sein, einen Dai zu verwenden. Das ist eine Art Unterlage aus verschiedenen Materialien, die jeden Ausdruck verändern können. Bei den folgenden Fotos wird deutlich, was damit gemeint ist:

 

 

 

 

≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈

Und zum Schluss ein Arrangement, bei dem verschiedene Details zu betrachten sind:

≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈

Ich fand, es war ein fröhlicher Workshop mit lebhaften Gesprächen und neuen Herausforderungen  und ganz vielen Schachteln.

Text und Fotos: Renate Murawski
Arrangements:  von den Teilnehmern

 

Einen fröhlichen und lesenswerten Beitrag zu unserem Neujahrsworkshop hat Xenia hier geschrieben:

http://www.berlingarten.de/ikebana-zum-neujahr-kiefer-bambus-pflaume/

 

Hier ein paar Links für alle, die noch mehr wissen möchten:

Origami    –    https://de.wikipedia.org/wiki/Origami

Japanisches Neujahrsfest   –   https://resources.realestate.co.jp/living/new-year-decorations-in-japanese-homes/

Eine Anleitung für ein Origami   –    https://www.youtube.com/watch?v=-n1K_gKP_7Q

Die Sogetsu Ikebana Schule in Tokio   –   http://www.sogetsu.or.jp/e/

Staticen   –   https://de.wikipedia.org/wiki/Strandflieder

Ikebana International Japan  –   http://www.ikebanatokyo.or.jp/

 

Ikebana Ausstellung Rückblick

Jetzt ist sie vorbei, unsere sehr große Ikebana Ausstellung auf der IGA in Berlin-Marzahn. Wie immer waren die Aussteller mit hohem Einsatz dabei, den Besuchern die Schönheit, die Besonderheit und das Skurrile von Ikebana zu präsentieren.

Der Versuch von einem Gesamteindruck bei den Vorbereitungen:

 

Hier ist die Bilderflut von verschiedenen Ikebana Schulen mit zufälliger Sortierung:

(Durch Anklicken der Fotos öffnen sich diese größer)

 

Eine außergewöhnliche Arbeit mit hunderten klitzekleinen Kastanien:

 

Ikenobo :

 

„Ikebana Berlin“:

 

Die Workshops waren sehr begehrt:

 

 

Wer noch andere Fotos hat und diese zur Verfügung stellen möchte, wendet sich bitte an Beate Zieroth.

Und sollte ich Gestecke übersehen haben, bitte ich um Verständnis. Bitte einfach Fotos zusenden, dann werden sie ergänzt.

 

Fotos und Text: Renate Murawski